Sexualpädagogik der Vielfalt. Praxismethoden zu Identitäten, Beziehungen, Körper und Prävention für Schule und Jugendarbeit (2012)

Der Praxisband stellt bewährte sowie völlig neue didaktische Anregungen und sexualpädagogische Methoden zusammen. Dabei steht die Heterogenität und Vielfalt von Menschen im Zentrum.

Die Vielfalt der Sexualpädagogik ins Zentrum zu rücken, hat einen neuen Blick auf die sogenannten klassischen Themen der Sexualpädagogik zur Folge, wie zum Beispiel Körper, Beziehungsformen oder Kommunikation. Daraus resultieren aber auch die Beachtung vielfältiger Differenzaspekte und die sich daraus ergebenden neuen Anforderungen an die sexualpädagogische Praxis. War es in früheren Veröffentlichungen, u.a. auch in den Sexualpädagogische Materialien für die Jugendarbeit in Freizeit und Schule, noch Usus, auch die sogenannten negativen Seiten bzw. Schattenseiten der Sexualität zu benennen und zu thematisieren (zum Teil in eigenen Kapiteln), so liegt diesem Buch, dem Gedanken der Vielfalt folgend, eine andere Sichtweise zugrunde. Denn die weltweiten Migrationsbewegungen, die Ausweitung der Medien und Telekommunikation sowie die Erfolge der Frauen- und Homosexuellenbewegungen haben zur Diversifizierung aller Beziehungs- und Lebensbereiche und zur Ausdifferenzierungen der Theoriebildung geführt. Deswegen kann es nun auch in sexualpädagogischen Methoden nicht mehr darum gehen, die Polarisierungen von Norm/Abnorm, von positiv/negativ zu zementieren, sondern stattdessen wird gerade diese Einteilung und diese Differenzziehung thematisiert.